Temperaturbeständige Speziallager in Waffelbackanlagen

  • Die Verbindung der Backzangenkette erfolgt mittels gehärteten Stahlwellen. Als Laufrollen dienen jeweils zwei temperaturbeständige Xtemp-Rillenkugellager.Die Verbindung der Backzangenkette erfolgt mittels gehärteten Stahlwellen. Als Laufrollen dienen jeweils zwei temperaturbeständige Xtemp-Rillenkugellager.

Zu einem richtigen Sommer gehört Eis in der Waffel. Das Unternehmen Grossmann stellt in seinen Waffelbackanlagen neben Eistüten auch andere knusprige Produkte her. Und damit die Maschinen weit länger halten, als das Eis in der Waffel, setzt der Maschinenbauer auf temperaturstabile Rillenkugel- und zweireihige Schrägkugellager.

Lecker – das kommt einem bei dem Gedanken an Waffelbackmaschinen zuerst in den Sinn.  Die extremen Betriebsbedingungen, denen die Komponenten in den Anlagen ausgesetzt sind, rücken in den Hintergrund. Fakt ist jedoch: Umgebungstemperaturen von bis zu 260 °C und der Kontakt mit Backrückständen, Waffelstaub sowie Fetten sind für viele Komponenten eine Herausforderung – auch für die verbauten Wälzlager. Das Unternehmen Grossmann setzt daher in seinen Waffelbackmaschinen temperaturstabile Rillenkugel- und zweireihige Schrägkugellager von Findling Wälzlager ein.
Damit die Kunden möglichst lange von den individuell konstruierten Waffelbackmaschinen profitieren, legt Grossmann großen Wert auf Qualität – und zwar bis hin zur kleinsten Komponente. So besteht schon seit rund 30 Jahren eine Geschäftsbeziehung zu Findling Wälzlager, deren Rillenkugel-, Schrägkugel- und Pendelkugellager sowie Lineartechnik in den Waffelbackmaschinen verbaut werden.
Seit vier Jahren bezieht der Maschinenbauer zusätzlich spezielle temperaturbeständige Rillenkugel- und Schrägkugellager aus der damals neu auf den Markt gebrachten HT (Hochtemperatur)-Serie aus dem Xtemp-Sortiment von Findling, die in den sogenannten Backzangen beziehungsweise der Backzangenkette der Maschinen verbaut werden. Diese Baugruppen sind sozusagen die Basis einer Waffelbackmaschine. „Die Ober- und Unterbackplatte einer Backzange bilden einen Hohlraum, in dem der Waffelteig ausgebacken wird“, erläutert Bernd Höhne, Technischer Angestellter bei Grossmann Maschinenbau. „In der Anlage selbst sind zahlreiche Backzangen in einem Verbundsystem zu einer Kette vereint, welche von einem Motor angetrieben wird und einen definierten Backzyklus durchläuft.“ Backzangen sind in unterschiedlicher Ausführungen für unterschiedliche Waffelarten verfügbar.

50.000 Betriebsstunden bei 260 °C garantiert

In den Backzangen der Waffelbackanlagen sind Schrägkugellager von Findling Wälzlager verbaut: Jeweils ein Schrägkugellager mit einem temperaturstabilen Stahlkäfig befindet sich im vorderen Bereich einer jeden Oberbackplatte.

Dort wird das Lager als Laufrolle eingesetzt, um die Oberbackplatte beim Durchlaufen einer Zwangskurve zu öffnen. „Diese Variante ist modellabhängig und kann somit abweichen“, erklärt Bernd Höhne. „In jedem Fall befüllen wir die Schrägkugellager bei uns im Haus mit einem speziellen Hochtemperatur-Langzeitschmierfett. Somit können wir auch bei der extremen Hitze eine möglichst lange Lebensdauer gewährleisten.“
Die selbsttragende Backzangenkette besteht aus einzelnen Kettengliedern, auf denen die Backzangen montiert sind. Die Verbindung der einzelnen Kettenglieder erfolgt mittels gehärteten Stahlwellen. Auf diesen gehärteten Stahl- bzw. Verbindungswellen wiederum befinden sich jeweils an den Enden zwei der besonders temperaturbeständigen Rillenkugellager, die in diesem Fall als Laufrollen dienen. „Die Umgebungstemperatur kann hier bis zu 260 °C erreichen. Bei derart extremen Temperaturen sinkt die Lebensdauer von Standard-Wälzlagern dramatisch“, so Bernd Höhne. „Deshalb haben wir uns für die HT-Lager von Findling entschieden. Für diese Lager können wir unseren Kunden eine Lebensdauer von min. 50.000 Betriebsstunden garantieren.“
Damit Backrückstände, Waffelstaub oder Fette nicht in die Lager gelangen können, musste eine Lösung mittels Deckscheiben gefunden werden. Normale 2RS-Dichtungen aus Nitrilkautschuk (NBR) halten den hohen Betriebstemperaturen nicht stand. Findling konnte die Anforderungen durch eine sehr schmale und hochpräzise Spaltdichtung am Lager erfüllen, ohne dabei Mehrkosten zu verursachen. Möglich macht das die hohe Fertigungspräzision der Xtemp-Lager.

Modifizierte Rillenkugellager als Basis

„Lager aus unserem speziellen Xtemp-Sortiment bleiben auch bei starker Kälte oder Hitze leistungsfähig“, erläutert Klaus Findling, Geschäftsführer bei Findling Wälzlager. „Sie sind je nach Ausführung für einen Temperaturbereich von -60 bis zu 500 °C konstruiert, optional sind auch stromisolierende, korrosionsarme oder beschichtete Varianten verfügbar.“ Die Basis für alle Ausführungen sind Rillenkugellager, an denen spezielle Modifikationen vorgenommen wurden – dazu gehören unter anderem die Wahl des geeigneten Werkstoffes, die Optimierung der Lagerluft, spezielle Fette bis hin zu Festschmierstoffen, eine besondere Dichtung und gegebenenfalls eine Wärmestabilisierung.
Im Vergleich zu am Markt erhältlichen Standard-Premium-Lagern ist diese bei einer Einsatztemperatur von 120 °C um das 1,2- bis 1,5-fache erhöht. Zudem lassen sich auf Wunsch viele weitere Funktionsmerkmale wie geringes Anlaufverhalten, kein Fettaustritt bei hohen Temperaturen, eine Wartungsfreiheit beziehungsweise besonders lange Wartungsintervalle erzielen. Somit lassen sich die Speziallager auch in extremen Einsatzszenarien wie zum Beispiel in Kühlhäusern, Ziegelbrennereien und Photovoltaik-Anlagen einsetzen.

Kontaktieren

Findling Wälzlager GmbH
Schoemperlenstr. 12
76185 Karlsruhe
Germany
Telefon: +49 721 55999 0
Telefax: +49 721 55999 140

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