07.06.2018
Grundlagen

Begriffe aus Industrie 4.0

Cloud

Der Begriff der Cloud bezeichnet ein Konzept, bei dem Server nicht mehr im eigenen Hause, sondern im Internet bereitgestellt werden. Die Bezeichnung stammt daher, dass in Diagrammen das Internet durch seine nicht greifbare Struktur seit langem durch eine Wolkenform symbolisiert wird. Konkret geht es heute darum, keine eigenen Server mehr zu betreiben, sondern Rechenleistung und Speicherplatz in einem externen Rechenzentrum als Dienstleistung (as a Service, kurz „aaS“) anzumieten. Der genaue Standort und die Struktur der verwendeten Rechner sind dabei zumeist unbekannt oder spielen eine untergeordnete Rolle. Meistens handelt es sich um ein Rechenzentrum eines großen Anbieters. Technische Voraussetzung für eine Cloud ist eine entsprechende Schnittstelle, die den gezielten Zugriff auf die gemieteten Ressourcen ermöglicht, ohne eine genaue Kenntnis über die interne Struktur des Rechenzentrums zu haben. Eine Grundvoraussetzung für den Zugriff auf die Cloud ist eine breitbandige Kommunikationsinfrastruktur. Vorteile der Cloud liegen in der hohen Verfügbarkeit, der Datensicherheit eines Rechenzentrums sowie der Skalierbarkeit der angemieteten Rechenleistung entsprechend der Anforderungen.

Private Cloud

Während das ursprüngliche Konzept der Cloud üblicherweise ein externes Rechenzentrum eines großen Anbieters meint, stellt eine private Cloud das Äquivalent hierzu im eigenen Hause dar. Insofern handelt es sich um das klassische eigene Rechenzentrum, welches von der firmeneigenen IT betrieben wird. Da wesentliche Merkmale einer Cloud in der Standortunabhängigkeit und dem Zugang über definierte Schnittstellen bestehen, kann dieses Konzept direkt übertragen werden. Neben dem klassischen Serverbetrieb kann die verwendete Basissoftware grundsätzlich dieselbe wie bei der öffentlichen Cloud sein. Die Größe der privaten Cloud kann dabei sehr unterschiedlich sein. Vorteile einer privaten Cloud bestehen vor allem in der eigenen Datenhoheit und der eigenen Kontrolle über die Technik und die Verfügbarkeit. Nachteile sind die Kapitalbindung und die fehlende Möglichkeit, kurzfristig und kurzzeitig Ressourcen zu mieten sowie die Thematik des Zugriffs von außerhalb des Firmennetzes.

Aus diesem Grund lohnt sich eine private Cloud heute meist nur für größere Firmen oder spezielle Anforderungen.

IoT-Plattform

Eine IoT-Plattform (Internet of Things) ist eine spezielle Ausprägung einer Cloud. Die wesentliche Funktion besteht darin, eine zentrale Stelle für die vertikale Integration von meist weltweit verteilten Geräten bereitzustellen. Es kann sich hierbei um eine große Bandbreite von einfachen Geräten wie Fitnessarmbändern bis hin zu komplexen Maschinen oder Robotern handeln. Beim industriellen Einsatz spricht man auch von einer IIoT-Plattform (Industrial Internet of Things). Werden Geräte lediglich firmenintern angebunden, kann eine IIoT-Plattform auch als private Cloud bereitgestellt werden. Kern einer IoT-Plattform stellt eine Datenbank dar, in welcher die von den einzelnen Geräten eintreffenden Daten gesammelt werden. Mithilfe von vorgefertigten oder individuell programmierten Funktionen sind eine Anzeige und Auswertung der abgelegten Daten möglich. Die Verwendungsmöglichkeiten reichen von der einfachen Verfügbarkeitsanalyse bis hin zu komplexen Datenanalysen.

Kontaktieren

Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KG
Boschstr. 12
69469 Weinheim
Germany
Telefon: +49 6201 606 0

Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.