15.05.2019
News

Endress+Hauser über Branchendurchschnitt

Umsatz der Firmengruppe erreicht nahezu 2,5 Milliarden Euro

  • CEO Matthias Altendorf war mit der Entwicklung des Jahres 2018 mehr als zufrieden, denn Endress+Hauser ist über alle Regionen, Branchen und Produktbereiche hinweg gewachsen.CEO Matthias Altendorf war mit der Entwicklung des Jahres 2018 mehr als zufrieden, denn Endress+Hauser ist über alle Regionen, Branchen und Produktbereiche hinweg gewachsen.
  • CEO Matthias Altendorf war mit der Entwicklung des Jahres 2018 mehr als zufrieden, denn Endress+Hauser ist über alle Regionen, Branchen und Produktbereiche hinweg gewachsen.
  • v.l.n.r.: Klaus Endress, Matthias Altendorf (CEO), Luc Schultheiss (CFO) und Andreas Mayr (COO).

„2018 war ein besonderes Jahr für Endress+Hauser. Im Jahr 2018 ist es praktisch weltweit gut gelaufen und so sind wir über alle Branchen, Regionen und Produktbereiche hinweg um fast 10 Prozent gewachsen“, erklärte CEO Matthias Altendorf. Die Firmengruppe steigerte den Nettoumsatz auf 2,455 Milliarden Euro, trotz kräftigem Gegenwind von Seiten der Wechselkurse. In lokalen Währungen erreichte das Umsatzwachstum 12,7 Prozent. Das Geschäft war getragen von einer starken Konjunktur in der Prozessautomatisierung. Der anhaltend hohe private Konsum wie auch die Erholung der Öl- und Rohstoffpreise trugen zur guten Entwicklung bei. Nach Jahren mit eher schwacher Investitionstätigkeit kehrten die großen Projekte zurück. Chief Financial Officer Luc Schultheiss zufolge entwickelte sich Endress+Hauser damit „über dem Durchschnitt der Branche“.
Endress+Hauser entwickelte sich in Europa sehr gut, in Afrika/Nahost sowie dem asiatisch-pazifischen Raum sogar dynamisch. Am stärksten aber war das Wachstum in Amerika. „Die USA haben nach 65 Jahren Deutschland als unseren größten Absatzmarkt abgelöst“, so Matthias Altendorf. Das Geschäft in China legte ebenfalls zweistellig zu. „Wenn die Entwicklung so weitergeht, könnte bald schon China unsere Nummer eins sein“, erklärte der CEO.
Mit Blick auf die Branchen hat Endress+Hauser unter anderem bei den Lösungen und Dienstleistungen zugelegt. Aktuell macht der Anteil am Geschäft etwa 15 bis 16 Prozent aus, Ziel sind gut 30 Prozent in den kommenden Jahren. Realisiert werden könnte diese Steigerung zum Beispiel durch neue Geschäftsmodelle wie der Verkauf reiner Messdaten. „Doch aktuell stecken Datendienstleistungen noch in den Kinderschuhen“, so Chief Sales Officer Nikolaus Krüger.
Bei den Produktbereichen zeigt die Durchflussmesstechnik die größte Dynamik, gefolgt von moderner Analysentechnik. Als solide beschreibt Matthias Altendorf das Wachstum bei der Füllstands-, Druck- und Temperaturmesstechnik. „Auch hier gilt: Alle Produktbereiche haben sich gut entwickelt. In dieser Gleichmäßigkeit ist das außergewöhnlich.“  

Gewinn steigt kräftig an

Die Entwicklung der Wechselkurse bremste nicht nur das Umsatzwachstum, sondern dämpfte auch die Kostenentwicklung, trotz markanter Teuerung auf der Materialseite.

Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 31,4 Prozent auf 330,6 Millionen Euro. Obwohl 2018 – anders als im Vorjahr – keine einmaligen Erlöse zu verbuchen waren, wuchs das Ergebnis vor Steuern (EBT) erneut an um 14,6 Prozent auf 315,7 Millionen Euro. Die Umsatzrendite (ROS) kletterte um 0,6 Punkte auf 12,9 Prozent.
Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 11,2 Prozent auf 232,5 Millionen Euro. Darin spiegelt sich ein effektiver Steuersatz von 26,4 Prozent, der – beeinflusst durch die veränderte Zusammensetzung des Gewinns – gegenüber dem Vorjahr etwas gestiegen ist. Die Eigenkapitalquote erreichte 71,0 Prozent, 0,8 Prozentpunkte mehr als 2017. Die Firmengruppe ist praktisch frei von Bankschulden.

Innovationen fürs digitale Zeitalter

Endress+Hauser befeuerte das Wachstum mit einer Fülle an Innovationen. 54 neue Produkte brachte das Unternehmen im vergangenen Jahr auf den Markt. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung kletterten auf 184,2 Millionen Euro, das entspricht 7,5 Prozent des Umsatzes. 287 Entwicklungen meldete das Unternehmen 2018 erstmals zum Patent an. Das Schutzrechte-Portfolio umfasste zum Jahresende nahezu 7.800 Patente und Titel.
Gut ein Drittel der neuen Patente betrifft Themen wie Industrie 4.0, digitale Kommunikation, Diagnose und Elektronik. „Die Digitalisierung durchdringt alle Bereiche“, betonte Matthias Altendorf. Neben den 1.000 Entwicklern in den Kompetenzzentren arbeiten auch verschiedene von der Firmengruppe initiierte Start-ups an Produkten, Lösungen und Dienstleistungen für das digitale Zeitalter. Überdies kooperiert Endress+Hauser eng mit Industriepartnern wie dem Software-Hersteller SAP. In diesem Zusammenhang kündigte das Unternehmen auf der Hannover Messe die Beteiligung an der Open Industry 4.0 Alliance an, die SAP initiiert hat. Hier soll zusammen mit anderen Unternehmen aus dem Maschinenbau, Software-Entwicklung und Automatisierung die digitale Transformation beschleunigt und offen gestaltet werden.
Ein weiterer Wachstumstreiber war die Prozessanalyse. „Die optischen Analyseverfahren haben sich hervorragend entwickelt“, so Matthias Altendorf. Im französischen Lyon etablierte Endress+Hauser ein europäisches Support-Zentrum für moderne Analysatoren; in den jeweiligen Ländern wächst das Netzwerk der Vertriebsspezialisten. Der CEO erhofft sich hiervon weitere Impulse für dieses Geschäftsfeld.

Weiterhin solides Wachstum

Endress+Hauser ist gut ins laufende Jahr gestartet. Die Gruppe liegt in Auftragseingang und Umsatz derzeit deutlich über dem Vorjahr. Für die zweite Jahreshälfte erwartet das Unternehmen, dass sich diese Entwicklung abschwächt. „Wir rechnen dennoch mit solidem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich“, so   Luc Schultheiss. Dem Finanzchef zufolge sind Investitionen von 260 Millionen Euro geplant; bei gutem Geschäftsgang sollen weltweit 500 Stellen geschaffen werden.

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Colmarer Str. 6
79576 Weil am Rhein
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Telefon: +49 7621 97501
Telefax: +49 7621 975 555
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