Robustes Steuerungssystem sorgt für die Steuerung des Hangausgleichs bei Offroad-Schwerlasttransportern

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  • Mit dem X90-Modul kann der Zustand einer Arbeitsmaschine permanent überwacht werden. Dadurch werden Kosten für ungeplante Serviceeinsätze und Stillstände vermieden und die Maschinenverfügbarkeit erhöht. (Foto: B&R)

Mit Muldenkippern lassen sich auch in unwegsamem Gelände große Lasten effizient bewegen. In entlegenen Gegenden sind sie zudem oft im Dauereinsatz. Daher entwickelt der oberösterreichische Hersteller Bensberg robuste Fahrzeuge für den Industrie- und Bergbaubereich. Eine modulare Steuerung soll nun noch weitere Einsatzmöglichkeiten bieten.

Die Kunden im Offroad-Schwerlasttransport müssen sich vor allem mit einem Problem auseinandersetzen: Es gibt keine Fahrzeuge auf dem Markt, die den hohen Anforderungen unter extremen Umgebungsbedingungen standhalten und zugleich ohne großen Serviceeinsatz – verbunden mit hohen Wartungskosten – zu betreiben sind. Dies erkannte Herbert Schneeberger, Unternehmensgründer und Geschäftsführer des oberösterreichischen Fahrzeug-Herstellers Benzberg. Sein Ziel bei der Gründung des Unternehmens vor sechs Jahren war daher, individuelle Sonderlösungen im Schwerlasttransport möglichst realitätsnah umzusetzen.
Für den Transport von tonnenschweren Lasten in unwegsamem Gelände werden spezielle Achsen- und Hydraulikauslegungen benötigt. Dazu wurde mit dem Unternehmen Scharmüller, einem Hersteller von Anhängerkupplungen, ein modulares Achskonzept entwickelt. Dieses sorgt bei den Muldenkippern sowohl für Fahrkomfort, als auch dafür, dass diese weder instabil werden noch umfallen können.
Um den Hangausgleich präzise steuern zu können, hat Benzberg einen Partner gesucht, um eine neue Steuerung zu bauen. „Wir sahen uns nach einem Entwicklungspartner um, mit dem wir einen neuen Prototyp bauen konnten. B&R wurde uns hierfür empfohlen. Wir haben uns deshalb nach eingehender Prüfung dazu entschlossen, unseren bisherigen Hersteller zu wechseln. Uns war aber auch die Nähe des Partners zu unserem Standort wichtig, weil es die Umsetzung eines gemeinsamen Projekts wesentlich vereinfacht. Auch unter diesem Aspekt betrachten wir die Zusammenarbeit mit B&R als optimal“, erklärt Schneeberger.

Das gemeinsame Projekt

Die Anforderungen an die neue Steuerung waren klar definiert – die eingesetzten Systeme mussten modular, extrem robust, schmutz- und wasserresistent, temperaturbeständig und weltweit einfach zu warten sein.

„Die Zusammenarbeit war für uns sehr spannend“, so Bernhard Schmidthammer, Vertriebsmanager bei B&R. „Benzberg und Scharmüller sind bei uns Pilotkunden – das bedeutet, dass wir gemeinsam ein neues Produkt entwickelten. Durch die enge Zusammenarbeit im Team konnte enormes Know-how aus verschiedenen Bereichen eingebracht werden – eine ideale Ergänzung.“
Das Projektteam setzte sich aus jeweils zwei Mitarbeitern von B&R und Benzberg/Scharmüller zusammen. Begonnen wurde damit im Dezember 2016. Im Zwei-Wochen-Takt kam das Team zusammen, um die notwendigen Milestones zu erarbeiten, die Schritt für Schritt umgesetzt wurden. Insgesamt erstreckte sich das Projekt über eine rund sechsmonatige Entwicklungsphase. Darauffolgend wurde mit der Inbetriebnahme und Offroad-Testphase begonnen, die rund acht Wochen dauerte. Nach der Testphase (rund 3.000 Stunden) begann der Feinschliff – zwei Wochen lang wurden die Ergebnisse aus den Tests ausgewertet und die Programmierung dementsprechend nachjustiert.

Von der Planung zur Serienreife

Für die Steuerung des Hangausgleichs sorgt nun das X90-Steuerungssystem von B&R, dass mit einem Touchdisplay bedient wird. Zusätzlich kommen ein Wiegesystem sowie eine GPS-Überwachung zum Einsatz. Das Wiegesystem zeigt Informationen zum Ladevolumen an und bietet mit einer exakten Abrechnung und einer genauen Berichterstattung ein deutliches Plus an Effizienz. Eine GPS-Überwachung gehört bei vielen Fahrzeugen in der Baubranche bereits zum Standard. Damit können Fahrzeuge nicht nur geortet, sondern unter anderem auch Streckenverläufe genau nachvollzogen, Maschinenlaufzeiten exakt erfasst und Wartungsintervalle festgelegt werden.
„Der Prototyp ist fertig gebaut – die verbleibenden 10 Prozent die zum finalen Abschluss des Projekts noch fehlen, betreffen die mitrotierenden Antriebsachsen“, sagt Schneeberger. „Damit sind dann alle Punkte erfüllt, die beim Projektstart definiert wurden. Als letzter Schritt folgt die Serienreife.“    
Die neuen Muldenkipper werden ab 2018 in Serie gefertigt. Bis dahin werden alle 2-, 3- und 4-Achser von Benzberg denselben Stand der Software haben. Kunden können somit ihr Fahrzeug individuell nach ihren Anforderungen konfigurieren. 

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B&R Industrial Automation GmbH
B&R Strasse 1
5142 Eggelsberg
Austria
Telefon: +49 437748 65861915

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