Durchflussmessung in Wassernetzen

  • Die Webserver-Technologie ermöglicht eine zeitsparende Bedienung ohne zusätzliche Software.

Wasser messen - ein Kinderspiel. Doch die zunehmenden Anforderungen an Wassernetze und Anlagen führen zu ­wachsenden technologischen Herausforderungen. Auch für die darin verbaute Messtechnik.

Ob Trink-, Brauch- oder Abwasser, ob in städtischen oder ländlichen Gebieten - Wasser ist ein knappes Gut. Gründe hierfür sind das weltweite Bevölkerungswachstum sowie die voranschreitende Industrialisierung und Verstädterung. Die zukünftigen Ziele einer nachhaltigen Wasserwirtschaft sind damit klar: Wasser in ausreichender Menge fördern, flächendeckend verteilen und verrechnen sowie optimal reinigen. Steigende Qualitätsanforderungen an den Anlagenbetrieb und der Nachweis der Qualität der Anlage sowie wachsende Sicherheitsanforderungen im Rahmen der Betriebssicherheitsverordnung sind da­raus resultierende Kriterien.
Themen wie Integration oder intelligentes ­Datenmanagement werden durch die steigende Automatisierung in Abwasser- und Wasseranlagen zudem wichtiger. Entscheidend ist aber vor allem das exakte Messen von Wasserströmen. Dazu benötigen Anlagenbetreiber Durchfluss-Messgeräte, die einen zuverlässigen Messbetrieb rund um die Uhr garantieren. Es gilt von der Trinkwasseraufbereitung und -verteilung bis zur Abwasseraufbereitung die Wassermenge exakt zu erfassen. Denn dies ist die Grundlage für optimale Mengenbilanzierungen, Prozessregelungen und -optimierung sowie die Abrechnung von Messstellen. Hier kommt der Durchflussmesser Promag 400 zur Anwendung, der einen einfachen und zuverlässigen Messbetrieb sicherstellt. Zudem erfüllt er die Richtlinien für den eichpflichtigen Verkehr (MI-001 und OIML R49) und stellt branchenrelevante Trinkwasserzulassungen zur Verfügung.

Einfache Gerätekonfiguration und ­Überprüfung

Durch die Webserver-Technologie wird eine zeitsparende Bedienung ohne zusätzliche Software möglich. Ein Parameter-Up- und Download kann einfach durch den Anwender durchgeführt werden, um Daten zu ­sichern und mehrere identische Messstellen in ­Betrieb zu nehmen. Die Datenspeicherung (HistoROM) mit Trendanalyse und Prozessüberwachung erfolgt automatisch. So können Gerätedaten im Servicefall schnell wiederhergestellt und die Elektronik ohne Neuabgleich ausgetauscht werden.
Neue Selbstdiagnose-Funktionen bieten mehr Anlagensicherheit und eine hohe Messstellentransparenz.

Die Nachweisbarkeit der Messergebnisse beruht dabei auf rückführbaren Verifikationskonzepten, der permanenten Fehlerüberwachung und eindeutigen Fehlerkategorisierung für gezielte Instandhaltungsmaßnahmen. Promag 400 kann bei voller Kompatibilität in bestehende Prozessleitsysteme eingebunden werden. Analoge Ausgangssignale, Hart, Profibus DP, Modbus RS485 bis hin zu EtherNet/IP ermöglichen eine nahtlose Systemintegration inklusive Dokumentation. Die Kompatibilität zwischen Feldgerät und Prozessleitsystem ist jederzeit gewährleistet, da die Firmware/Gerätetreiber über den gesamten Lebenszyklus verfügbar sind. Effizientes Life-Cycle-Management bietet das bewährte W@M-Informationssystem für Auslegung, Wartung und Service.
Neu ist zudem die Spannungsversorgung des Promag 400, denn das Gerät kann sowohl für Wechselspannungen zwischen 18...260 V als auch Gleichspannungen zwischen 18...30 V verwendet werden. Durch den Einsatz von nur einem Weitbereichsnetzteil ist die Gefahr, versehentlich Schäden wegen falscher Verdrahtung im Feld zu riskieren, ausgeschlossen.

Unter Wasser und im Erdreich

Häufig werden Messgeräte im Freien installiert und sind Hitze, Staub oder stark schwankenden Klimabedingungen ausgesetzt. Noch anspruchsvoller ist der permanente Einsatz unter Wasser oder im Erdreich. Promag W 400 ist speziell für solche Umgebungsbedingungen ausgelegt und garantiert einen dauerhaft zuverlässigen Messbetrieb ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen und Kosten.
Zertifizierter Korrosionsschutz (EN ISO 12944), für die Geräteinstallation:

  • unter Wasser (erfüllt Im1 und Im2 ­gemäß EN ISO 12944),
  • im Erdreich (erfüllt Im3 gemäß EN ISO 12944),
  • in Regionen mit salzhaltiger Umgebung (erfüllt C5-M gemäß EN ISO 12944),
  • in Regionen mit stark schwankender Feuchtigkeit oder Temperatur (Wüsten, Tropen).

Sicherer Langzeitbetrieb durch den ­robusten, vollständig verschweißten ­Messaufnehmer und Schutzart IP 68,
korrosionsbeständiges Anschlussgehäuse aus Polycarbonate Lexan mit Mehrfachdichtungskonzept.

Für jede Anwendung das passende Gerät

Aus einem umfangreichen Portfolio an Mess­aufnehmern hat der Anwender die Möglichkeit, für jede Anwendung das passende Messgerät auszuwählen. Dies stellt einen zuverlässigen sowie kostensparenden Messbetrieb sicher und erlaubt einen weiten Einsatzbereich. Durch das Los-Flanschkonzept (DN ≥ 300) bietet der Promag-L-Messaufnehmer hohe Flexibilität bei der Montage, unabhängig von der Ausrichtung der Rohrflansch-Lochkreise. Das gewichtssparende Design mit seinen kurzen Einbaulängen ist in den Nennweiten DN 50 bis 2400 verfügbar.
Mit zertifizierter Korrosionsfestigkeit und Schutzart IP 68 ist der Promag-W-Messaufnehmer für den permanenten Einsatz unter Wasser oder im Erdreich ausgelegt. Zulassungen für den Eichverkehr gemäß MI-001 und OIML R49 stehen für das komplette Nennweitenportfolio von Nennweiten DN 25 bis 2.000 zur Verfügung. Mit seinem platzsparenden Design ermöglicht der Promag-D-Mess­aufnehmer den Einsatz auf engem Raum. Die neue Gehäusekonstruktion, verfügbar in den Nennweite DN 25 bis 100, ermöglicht ein passgenaues und schnelles Zentrieren. Dies spart Zeit und gibt Sicherheit bei der Inbetriebnahme.

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