MID für Wasser und wasserähnliche Medien mit IO-Link- und Bluetooth-Schnittstelle

  • Picomag montiert mittels Tri-Clamp in einem kochkompakten Wasser-Misch-SkidPicomag montiert mittels Tri-Clamp in einem kochkompakten Wasser-Misch-Skid
  • Picomag montiert mittels Tri-Clamp in einem kochkompakten Wasser-Misch-Skid
  • Mit der Bluetooth-Verbindung ist eine drahtlose Konfiguration oder Datenabfrage selbst an schwer zugänglichen Messstellen bis 10 Meter Entfernung mittels Smartphone oder Tablet möglich.

Einfach, zuverlässig, wirtschaftlich – so lauten die heutigen Anforderungen an Messtechnik. Ein magnetisch-induktives Durchflussmessgerät, das speziell für die Messung von Wasser und wasserähnlichen Medien entwickelt wurde, entspricht genau diesen Anforderungen. Denn eine App, Bluetooth und IO-Link vereinfachen die Inbetriebnahme, Bedienung sowie die Systemintegration. 

Für die Durchflussmessung im Maschinen- und Anlagenbau braucht es Messgeräte, die langzeitstabil und genau arbeiten, hochkompakt und zuverlässig sind. Typische Messstellen sind Wasserzuführungen und -abführungen an Anlagen und Maschinen, Kühl- und Heizkreisläufe an Behältern und Separatoren sowie die Überwachung von Spül- und Reinigungsprozessen in sogenannten Prozess-Skids. Weiterhin sind Durchflussmessungen für die Prozessführung und Bilanzierung von Bedeutung, wie beispielsweise Wassermengen/Retentat nach der Umkehrosmose. Aus technologischer und wirtschaftlicher Sicht sind magnetisch-induktive Durchflussmessgeräte – durch die vorhandene Leitfähigkeit in diesen Nebenkreisläufen – für diese Einsatzfälle prädestiniert.
Das magnetisch-induktive Durchflussmessgerät Picomag von Endress+Hauser erfasst den Durchfluss von elektrisch leitfähigen Medien und gleichzeitig auch deren Prozesstemperatur und Leitfähigkeit. Der Durchfluss kann dabei bidirektional, also in beide Richtungen, erfasst werden. Picomag bietet Anwendern zudem die einfache Inbetriebnahme via Bluetooth mit Hilfe der kostenlosen SmartBlue-App. Auch die nahtlose Systemintegration mittels IO-Link-Technologie ermöglicht die einfache Übertragung von Mess- und Diagnosewerten in übergeordnete Steuerungskomponenten. Alternativ können auch konventionelle Signaltechniken wie beispielsweise Stromausgänge (4–20 mA), Puls-/Schaltausgang, Spannungsausgang (2…10 V) und Schalteingänge genutzt werden.

Diagnosesymbole gemäß Namur-Empfehlung

Die hohe Genauigkeit von ±0.8 % v. M. und die sehr gute Wiederholbarkeit von ±0.2 % v. E. bei der Durchflussmessung ermöglicht den Einsatz in Regelungen und Steuerungen, aber auch in Verbrauchsmessungen und Monitoring-Anwendungen. Der Einsatzbereich umfasst Durchflüsse bis maximal 750 l/min, Prozesstemperaturen zwischen -10 bis +70 °C und Prozessdrücke bis 16 bar.

Für Anwendungen mit CIP-Prozessen kann der Picomag bis zu einer Stunde mit maximal 85 °C Reinigungsmedium durchgespült werden.
Aufgrund seiner Kompaktheit kann der Picomag auch unter engen Raumverhältnissen in alle Rohrleitungen von DN15 (1/2“) bis DN50 (2") eingebaut werden. Als Prozessanschluss ist standardmäßig ein G-Außengewinde vorhanden. Zusätzlich stehen verschiedene Prozessanschlussadapter wie Innengewinde (G), Außengewinde (R, NPT) und Victaulic zur Verfügung. Speziell für die Pharma-Industrie ist auch eine Montage mittels Tri-Clamp möglich.
Auf dem großen bedienerfreundlichen Farbdisplay werden Messwerte wie Durchfluss, Temperatur, Leitfähigkeit oder Summenzähler einfach und im Klartext dargestellt. Während des Messbetriebs auftretende Fehler, zum Beispiel eine Teilrohrfüllung oder Temperaturüberschreitung, werden durch Diagnosesymbole gemäß Namur-Empfehlung NE 107 sofort angezeigt. Je nach Einbaulage (horizontal, vertikal) dreht sich das Anzeigenfeld zudem auto¬matisch, sodass eine optimale Ablesbarkeit jederzeit gewähr¬leistet ist. Zudem können durch einfaches Klopfen auf die Gehäuseoberfläche Konfigurationsparameter sofort abgerufen und kontrolliert werden. Sollte der Anwender die Bluetooth-Schnittstelle beabsichtigt oder unbeabsichtigt deaktivieren, kann über diese Klopfsteuerung Bluetooth bei Bedarf wieder aktiviert werden – ohne aufwändige Bedientools.

Drahtlos bis 10 Meter Entfernung

Der Picomag ist speziell für Kreisläufe mit Wasser und wasserähnlichen Medien konzipiert. Versorgungsleitungen verlaufen häufig an schwer zugänglichen Stellen unter der Decke oder tief unten in Kühl- oder Heizkreisläufen von Behältern. Mit der Bluetooth-Verbindung ist eine drahtlose Konfiguration oder Datenabfrage auch an schwer zugänglichen Messstellen bis 10 Meter Entfernung mittels Smartphone oder Tablet möglich. Die SmartBlue-App von Endress+Hauser erlaubt dem Benutzer dabei ein einfaches und schnelles Navigieren durch alle Geräte- und Diagnosefunktionen. Mit der SmartBlue-App können neben dem Picomag-Durchflussmessgerät auch die Füllstandsmessgeräte Micopilot FMR10/20 bedient werden. Damit setzt Endress+Hauser weiter auf das Thema Einheitlichkeit und Einfachheit für das gesamte Messgeräteportfolio. Verfügbar ist die SmartBlue-App kostenlos zum Download in den jeweiligen App-Stores für Android und iOS.

Optimale Systemintegration via IO-Link

Das Gerät verfügt über zwei flexible Ein-/Ausgänge, die in unterschiedlichen Kombinationen konfiguriert werden können. Zur Auswahl stehen Stromausgänge (4–20 mA), Puls-/Schaltausgang, Spannungsausgang (2…10 V), IO-Link und Schalteingänge (z. B. für das Rücksetzen des Summenzählers). Die flexible Konfiguration ermöglicht vor allem auch in der Lagerhaltung im Ersatzteilwesen eine einfache Planung und einen hohen Standardisierungsgrad. Die aufwändige Lagerung verschiedener Ersatzgeräte mit unterschiedlicher Ausgangskonfiguration entfällt.
Als weiteres Highlight bietet Picomag die digitale Datenübertragung zu Prozessleitsystemen mittels IO-Link-Technologie. Dieser seit 10 Jahren etablierte Kommunikationsstandard ist mit allen gängigen Feldbussystemen kombinierbar und bietet so Flexibilität bei der Installation in bestehende Anlageninfrastrukturen.
Beispielsweise kann der Picomag über die I/O-Link -Schnittstelle und einen entsprechenden IO-Link Master in ein übergeordnetes Profinet-Netzwerk eingebunden werden. Dies erlaubt Benutzern umfassenden Datenzugriff von der Schaltwarte bis auf den Sensor.
Weitere Vorteile der IO-Link-Technologie sind die automatische Übertragung von Parametern nach einem Gerätetausch sowie der geringe Verkabelungsaufwand gegenüber herkömmlicher Verdrahtung. Ein ungeschirmtes 3-adriges Standardkabel zwischen Sensor und IO-Link Master reicht aus – und das bei einer Entfernung von bis zu 20 m. Ebenso ist eine Offline-Parametrierung möglich, sodass die Inbetriebnahme schnell und einfach erfolgen kann.

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4153 Reinach
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